Seminare

Donnerstag, 12. September 2019

10.30 - 12.00 Uhr

Seminar 1: Wie lese und interpretiere ich ein wissenschaftliches Paper

Kompetenzen bezüglich des Verstehens von wissenschaftlichen Publikationen ist sowohl für (angehende) Wissenschaftler*innen als auch Praktiker*innen eine zwingende Voraussetzung, um sich über neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu informieren, diese angemessen zu interpretieren und evidenzbasierte Entscheidungen in der täglichen Praxis treffen zu können. Mit dem Seminar wird  (jungen) Wissenschaftler*innen  und interessierten Praktiker*innen „Handwerkszeug“ bezüglich des Lesens und Interpretierens von wissenschaftlichen Publikationen an die Hand gegeben. Außerdem wird ein Überblick über gängige Studiendesigns sowie deren Herausforderungen und Anwendungsmöglichkeiten gegeben.

Referentin: Dr. rer. biol. hum. Michaela Coenen, MPH, Diplom-Psychologin. Leiterin der Forschungseinheit für Biopsychosoziale Gesundheit, Studiengangkoordination MSc Public Health, Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung, Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie – IBE, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Mitglied des Steering Committees der ICF Research Branch. Webseite:  www.ihrs.ibe.med.uni-muenchen.de/mitarbeiter/wiss_mitarbeiter/coenen

13.30 - 15.00 Uhr

Seminar 2: RCT - Goldstandard oder Werkzeug?

Die randomisiert kontrollierte Studie (randomized controlled trial, RCT) gilt seit langem als „Goldstandard“ in der klinischen Interventionsforschung und tragende Säule der evidenzbasierten Medizin. Der methodische Grundansatz erlaubt die Bearbeitung ganz unterschiedlicher Fragestellungen, unter denen die Quantifizierung des spezifischen Effekts („efficacy“) nur eine, und z.B. bei Arzneimittelstudien die mit Abstand häufigste ist. Die dabei erforderliche sog. „doppelte Verblindung“ ist allerdings bei vielen Fragestellungen weder sinnvoll noch Ziel führend, gar nicht selten ist das RCT grundsätzlich kein geeigneter methodischer Ansatz. Nach einem kurzen Überblick über die Systematik gängiger methodischer Ansätze wird n Hand von konkreten Beispielen gezeigt, wann welcher methodische Ansatz indiziert ist, dass die Wahl des jeweils geeignetsten methodischen Werkzeugs eine essentielle Voraussetzung für relevante Studienergebnisse ist und dass vor diesem Hintergrund oft schon Titel und Abstract einer Publikation diesbezügliche Schlüsse zulassen.

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. habil. Karl-Ludwig Resch, geschäftsführender Gesellschafter Deutsches Institut für Gesundheitsforschung gGmbH, Bad Elster, hat sich während seiner gesamten wissenschaftlichen Laufbahn mit Fragen der Wissenschaftsmethodik beschäftigt. Am Anfang seiner akademischen Laufbahn galt sein Forschungsinteresse vor allem Fragen der Grundlagenforschung, im weiteren Verlauf zunehmend klinischen Fragestellungen aus dem Bereich der PRM und in den letzten etwa 15 Jahren vor allem praxisnahen („pragmatischen“) Forschungsansätzen und komplexen Fragestellungen, insbesondere im Bereich der Kurortmedizin und der Osteopathie.

15.30 - 17.00 Uhr

Seminar 3: Therapiestudien in der Rehabilitations- und Schmerzmedizin - gut geplant ist halb ausgewertet

Die wissenschaftliche Evaluation von Verfahren in der Schmerz- und Rehabilitationsmedizin bedarf einer Methodik, die sich deutlich von dem schlichten Design der Medikamentenstudien abhebt. Das bedeutet aber nicht zugleich, dass die Auswertung und Interpretation der gewonnenen Daten unnötig komplex sein muss. In diesem Workshop werden anhand von Beispielen aus Forschung und Praxis Strategien für die Studienplanung erarbeitet, sodass am Ende einer Studie nicht der Frust mit der Statistik, sondern ein klarer Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der Patientenversorgung steht.

Referentin: Dr. biol. hum. Petra Bäumler, MSc, MPH ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Interdisziplinären Schmerzambulanz, Klinik für Anaesthesiologie und Dozentin des MECUM-Science am Klinikum der LMU München

Freitag, 13. September 2019

8.30 - 10.00 Uhr

Seminar 4: Dysphagiesymposium (Teil 1): Grundlagen und Diagnostik

Begrüßung
Christina Lemhöfer (Altötting), Marika Rheinwald (München)

Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Schluckaktes
Edith Wagner-Sonntag (München)

Apparative Diagnostik von Dysphagien - Videofluroskopie
Wilhelm Flatz (München)

Apparative Diagnostik von Dysphagien - Flexible endoskopische Evaluation des Schluckens
Kinga Petery (München)

10.00 - 11.30 Uhr

Seminar 5: Dysphagiesymposium (Teil 2): Erkrankungen und Syndrome

Neurogene Dysphagie – Diagnostik und Therapie
Marika Rheinwald (München)

Dysphagien bei Kopf-Hals-Tumoren
Juliane Wechtenbusch (München)

Dysphagien auf Intensivstation
Gesa Höpcke (München)

15.30 - 17.00 Uhr

Seminar 6: Lohnt sich die Niederlassung?

Das Seminar skizziert die Rahmenbedingungen der Niederlassung im Fachgebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin aus rechtlicher, finanzieller und ärztlicher Sicht. Die Referenten verfügen über fundierte und langjährige Erfahrungen auf ihrem Gebiet. Wir freuen uns über Teilnehmer, die den spannenden Bereich "Niederlassung" in ihren zahlreichen Varianten kennenlernen wollen. Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank www.apobank.de

Referenten: Herr Dr. med. Martin Wimbauer (München) Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Webseite:  www.physdoc.de
Frau Isabel Wildfeuer, Rechtsanwältin (München) Webseite: www.kanzlei-lwp.de/ansprechpartner/isabel-wildfeuer/
Herr Christoph Jäger, Berater Heilberufe Apobank (München) Webseite: www.apobank.de

Samstag, 14. September 2019

8.30 - 10.00 Uhr

Seminar 7: Interaktive Fallbesprechungen: Wie würden Sie behandeln?
Leitung: Mareike Dünkel (Rudolstadt), Fred Rainer Villbrandt (Zehlendorf)

10.30 - 12.00 Uhr

Seminar 8: DRV meets PRM
Leitung: Silke von der Heide (Göttingen)

In diesem Seminar soll es darum gehen, dass einerseits Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin das Neueste von der Deutschen Rentenversicherung erfahren und andererseits die Deutsche Rentenversicherung die Möglichkeiten und Grenzen der niedergelassenen und in der Rehabilitation tätigen Kollegen kennenlernt. Das Seminar umfasst inhaltlich den Bogen von der Prävention über die Rehabilitation hin zur Reha-Nachsorge. In diesem "Update 2019" werden die neuesten Inhalte von beiden Seiten vorgestellt.

Referate und Referenten:

Prävention vor Reha und Rente
Johannes Falk, Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation, Deutsche Rentenversicherung Bund (Berlin)

Update Rehabilitation - innovative Konzepte aus PRM Sicht
Christoph Gutenbrunner (Hannover) (angefragt)

Update Nachsorge - T RENA statt MTT (neu seit dem 1.1.2019)
Silke von der Heide, Göttingen